Cover: Thériault, Barbara, Schlechte Laune. Eine mittelgroße Stadt, die Leute und ein übermächtiges Gefühl

Thériault, Barbara

Schlechte Laune. Eine mittelgroße Stadt, die Leute und ein übermächtiges Gefühl

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Thériault, Barbara

Schlechte Laune. Eine mittelgroße Stadt, die Leute und ein übermächtiges Gefühl

Wie ticken die Menschen in einer mittelgroßen Stadt, deren große Zeit vorbei zu sein scheint und wo man dank Bevölkerungsschwund mit 60 zu den Jüngeren gehört? Barbara Thériault hat als Reporterin bei der Lokalzeitung angeheuert und ist auf eine ausgeprägte Mischung aus Überschwang und schlechter Laune gestoßen, der sie mit viel Empathie nachgeht. Die Stadt lebt aus der Vergangenheit, und doch könnte sie unser aller Zukunft sein.

Erster Auftrag: Eine Restaurantkritik für die Wochenendbeilage. Das Essen ist schlecht, aber die Kunst besteht darin, positiv zu berichten, ohne zu beschönigen. Es folgen Berichte über Markthändler, Sportschützen, Wettläufe und Partys, Oldtimer-Treffen, Tantra-Massagen und Cafés mit kitschiger Deko. Zur Feldforschung gehören ebenso Kantinenessen mit den Kollegen oder Gespräche mit den Nachbarinnen in der weitgehend abgerissenen Neubausiedlung. Barbara Thériault versteht es meisterhaft, all das zu einer Erzählung zu verweben, in der sich allmählich ein Gefühlspanorama der Stadt herauskristallisiert, das auf sie abfärbt. Im Mittelpunkt steht immer die Frage, wie die Leute mit der schlechten Laune umgehen: Da gibt es lautes Klagen und ostentative Euphorie, die Suche nach Oasen oder positiven Gesten, die Feier der Vergangenheit und die Freude an dem, was noch da ist. Nicht zuletzt schärft schlechte Laune den Blick, und gerade Barbara Thériaults scharfer Blick für vielsagende Details - Kleidung, Haarschnitte, Möbel - macht ihr Schlechte-Laune-Buch zum Lesevergnügen.

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"Eine Ethnographie der gesellschaftlichen Mitte … Kracauer hätte seine Freude an ihrenTexten."
Jens Wietschorke



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Bibliografie

978-3-406-85770-6

Erscheint am 22. Februar 2027

Rund 192 S., mit 9 Abbildungen

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Thériault, Barbara

Schlechte Laune. Eine mittelgroße Stadt, die Leute und ein übermächtiges Gefühl

Wie ticken die Menschen in einer mittelgroßen Stadt, deren große Zeit vorbei zu sein scheint und wo man dank Bevölkerungsschwund mit 60 zu den Jüngeren gehört? Barbara Thériault hat als Reporterin bei der Lokalzeitung angeheuert und ist auf eine ausgeprägte Mischung aus Überschwang und schlechter Laune gestoßen, der sie mit viel Empathie nachgeht. Die Stadt lebt aus der Vergangenheit, und doch könnte sie unser aller Zukunft sein.

Erster Auftrag: Eine Restaurantkritik für die Wochenendbeilage. Das Essen ist schlecht, aber die Kunst besteht darin, positiv zu berichten, ohne zu beschönigen. Es folgen Berichte über Markthändler, Sportschützen, Wettläufe und Partys, Oldtimer-Treffen, Tantra-Massagen und Cafés mit kitschiger Deko. Zur Feldforschung gehören ebenso Kantinenessen mit den Kollegen oder Gespräche mit den Nachbarinnen in der weitgehend abgerissenen Neubausiedlung. Barbara Thériault versteht es meisterhaft, all das zu einer Erzählung zu verweben, in der sich allmählich ein Gefühlspanorama der Stadt herauskristallisiert, das auf sie abfärbt. Im Mittelpunkt steht immer die Frage, wie die Leute mit der schlechten Laune umgehen: Da gibt es lautes Klagen und ostentative Euphorie, die Suche nach Oasen oder positiven Gesten, die Feier der Vergangenheit und die Freude an dem, was noch da ist. Nicht zuletzt schärft schlechte Laune den Blick, und gerade Barbara Thériaults scharfer Blick für vielsagende Details - Kleidung, Haarschnitte, Möbel - macht ihr Schlechte-Laune-Buch zum Lesevergnügen.
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"Eine Ethnographie der gesellschaftlichen Mitte … Kracauer hätte seine Freude an ihrenTexten."
Jens Wietschorke