Ausgezeichnet mit dem Bayerischen Buchpreis 2026

Ausgezeichnet mit dem Bayerischen Buchpreis 2026 in der Kategorie Sachbuch

In München ist am 29. Oktober der Bayerische Buchpreis verliehen worden. In der Kategorie Belletristik erhielt Shida Bazyar den Preis für ihren Roman "Die Lücken", in der Kategorie Sachbuch wurde Susanne Heim für ihr Buch "Die Abschottung der Welt" ausgezeichnet. Der Bayern 2-Publikumspreis ging an das Buch "Dear Britain" von Annette Dittert.

Zusätzlich würdigte der bayerische Ministerpräsident den Journalisten und Autor Stefan Aust mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten.

Die Jury des Bayerischen Buchpreises diskutierte live und in Anwesenheit der nominierten Autorinnen und Autoren sowie vor geladenem Publikum in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz über drei Romane und drei Sachbücher. Nach insgesamt 60 Minuten fällte die Jury, der dieses Mal Maja Beckers (DIE ZEIT), Andreas Platthaus (F.A.Z.) und Marie Schoeß (BR) angehörten, die Entscheidung, "Die Lücken" von Shida Bazyar (Kiepenheuer & Witsch) und "Die Abschottung der Welt" von Susanne Heim (C.H.Beck) auszuzeichnen. 
Die Preisträgerinnen erhalten jeweils 10.000 Euro sowie eine Preisfigur aus Nymphenburger Porzellan. 

Susanne Heims 'Die Abschottung der Welt' ist der Musterfall eines Sachbuchs. Auf der Basis akribischer Recherche wird ebenso anschaulich wie mitreißend erzählt, was aus dem Machtbereich des Nationalsozialismus fliehende Juden in anderen Staaten erwartete: im günstigen Fall Gleichgültigkeit, aber viel öfter Ablehnung, Schikanen oder gar Zurückführung in die Hände derer, denen sie sich entkommen geglaubt hatten. Der Schluss auf die gegenwärtigen Haltungen gegenüber Flüchtlingen liegt nahe, und so wird aus einer Geschichtsstudie ein aktuelles Plädoyer.

Die Jury

Autorenfoto: Susanne Heim


Copyright: Adrienne Gerhäuser

Susanne Heim, Historikerin und Politikwissenschaftlerin, war Projektleiterin der wissenschaftlichen Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 bis 1945", Gastprofessorin in Wien und hat an einschlägigen Institutionen und Archiven in Jerusalem, Washington, Cincinnati und New York geforscht.